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Extremradfahrer Lars Uhlemann

Lars Uhlemann sucht mit dem Fahrrad immer neue Herausforderungen. Mit dem Transcontinental Race und 4.000 Kilometer in maximal 16 Tagen (von Roubaix nach Istanbul) steht sein größtes Abenteuer kurz bevor.

Langsam, aber sicher steigt die Vorfreude auf den 21. Juli. An diesem Tag wird Lars Uhlemann mit seinem Fahrrad in der französischen Stadt Robaix stehen. Nicht als Tourist, sondern als Teilnehmer des Transcontinental Race – als einer von etwa 300 Extremsportlern aus der ganzen Welt. Das berüchtigte Kopfsteinpflaster nahe der belgischen Grenze, bekannt vom Radsport-Klassiker Paris – Robaix, ist erst der Anfang dieses Radsport-Abenteuers. Es geht weiter über Frankreich, Italien, Kroatien, Slowenien und den Kosovo bis in die Türkei. Ziel ist nach insgesamt 4.000 Kilometern Istanbul. Um in die Wertung zu kommen, dürfen die Teilnehmer maximal 16 Tage benötigen. Uhlemann will es in 12 Tagen schaffen.

„Man muss sich ja Ziele setzen“, sagt der Extrem- Radfahrer schmunzelnd. Das bedeutet zwischen 300 und 400 Kilometer pro Tag – je nach den Gegebenheiten des Geländes. „In den Alpen schafft man nur etwa 200, dafür müssen es an anderen Tagen eben mehr sein“, blickt der ehemalige Leichtathlet voraus: „Bei einem solchen Abenteuer muss man nicht nur seine körperlichen und mentalen Grenzen überwinden. Es warten auf der Strecke auch jede Menge Naturgewalten. Im Kosovo gibt es zum Beispiel Bären. Das wird auf jeden Fall eine spannende Sache.“ Dabei gilt es nicht nur, sich die Kräfte richtig einzuteilen. Weil jeder Teilnehmer auf sich allein gestellt ist, müssen auch Verpflegung und Unterkünfte unterwegs selbst organisiert werden – ebenso wie Reparaturen am Fahrrad.

Trainingspläne von Cycle-Coach Richard

Die Vorbereitungen auf sein erstes Transcontinental Race laufen längst auf Hochtouren. Beim täglichen Training wird Uhlemann von Cycle-Coach Richard aus Großbritannien unterstützt, der den Leipziger via App mit Trainings- und Essensplänen versorgt. Außerdem studiert er aktuell die möglichen Klimabedingungen auf den verschiedenen Etappen, um die Kleidung perfekt darauf abstimmen zu können. Dabei überlässt der Windkraftanlagentechniker nichts dem Zufall. „Um kein zusätzliches Gewicht mit mir herumzutragen, muss ich auch das Gepäck optimieren. Ich bin dort 18, 19 Stunden pro Tag mit dem Rad unterwegs. Da zählt jedes Gramm. Die Sachen, die ich unterwegs nicht mehr brauche, werde ich wahrscheinlich mit der Post zurück nach Leipzig schicken“, verrät er.

Angefangen hat die Lust auf sportliche Abenteuer bereits als kleiner Bub. „Schon damals bin ich mit dem Fahrrad um den Haselbacher See gefahren und hatte Spaß daran“, erinnert sich der 39-Jährige schmunzelnd. Die Strecken wurden im Laufe der Jahre immer länger und anstrengender. Aus Leipzig – Berlin wurde Hamburg – Nordkap. Im vergangenen Jahr fuhr er mit dem Fahrrad 3.500 Kilometer von Leipzig nach Marrakesch. In 30 Tagen. Dabei erlebte er ein schweres Erdbeben in Marrakesch live mit. „Das alles war just for fun. Irgendwann wollte ich mal einen Wettkampf fahren, um zu sehen, wo ich im sportlichen Vergleich stehe“, erklärt Uhlemann. Bei seiner Suche nach einer solchen sportlichen Herausforderung stieß er im Internet auf das Transcontinental Race, das längste Ultradistanz-Radrennen Europas.

Dank an Unterstützer

Möglich sind solche Abenteuer für Uhlemann nur durch verschiedene Unterstützer. Zu diesen gehört neben dem Fahrradladen StellWerk in Connewitz auch sein Arbeit- geber Nordex SE, einer der weltweit größten Hersteller von Windturbinen. „Ohne diese Unterstützung wäre so etwas nicht möglich. Ich möchte mich bei allen Unterstüt- zern von ganzem Herzen bedanken – auch bei der Mehr- profi GmbH aus Chemnitz und SQ Lab. Es ist einfach großartig, dass ich dieses Abenteuer erleben darf.“ 

Dieser Artikel erschien ursprünglich als Beitrag in der Mai-Ausgabe des Sport Stadt Leipzig Magazins.

Foto: Janine Bächle

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